Wenn Kinder erkranken, wenden sich viele Eltern
inzwischen den Naturheilverfahren zu, um dem kindlichem Organismus
nicht zu schaden.
Aber es ist im Allgemeinen noch wenig bekannt, dass gerade die
traditionelle chinesische Medizin mit ihren Heilpflanzen bei Kindern
sehr gute Ergebnisse erzielt. Die Arzneimittel werden in der Regel sehr
gut vertragen. Oft ist es möglich, auf Antibiotika oder andere chemisch definierte Arzneimittel zu verzichten, die ja häufig unerwünschte Nebenwirkungen verursachen können. So werden die kindlichen Abwehrkräfte nicht unnötig geschwächt.
Die Anwendung der chinesischen Medizin empfiehlt sich besonders bei Krankheiten wie z.B.:
Die Behandlung muss speziell auf den kindlichen Stoffwechsel abgestimmt sein.
Schon
zwischen dem 2. und 8. Jahrhundert unserer Zeitrechnung entwickelte
sich in China die Kinderheilkunde als eigenständige Disziplin innerhalb
der Medizin. In der Literatur wurden seither die physiologischen und
pathologischen Besonderheiten der Kindheit beschrieben.
Nach der
Theorie der traditionellen chinesischen Medizin ist der kindliche
Organismus noch nicht vollständig ausgereift, der Stoffwechsel sehr
dynamisch, das Immunsystem noch nicht voll ausgebildet. Sie erkranken daher sehr schnell, bekommen z.B. leicht hohes Fieber, reagieren aber auch sehr schnell auf eine Therapie.
Oft reicht schon eine geringfügige Ernährungsumstellung aus, um die Beschwerden zu lindern. Die Diätetik hat in der TCM einen sehr hohen Stellenwert. Falls das nicht ausreicht, wirken auch die chinesischen Arzneipflanzen bei Kindern hervorragend. Sie werden in Tropfenform verordnet, um den Kindern die Einnahme leicht zu machen. Eine
Akupunkturbehandlung kommt bei den meisten Kindern nicht in Frage, da
die Angst vor den Nadeln zu groß ist. Da die Selbstheilungskräfte bei
Kindern aber stark ausgeprägt sind, genügt hier meist schon die Massage der Akupunkturpunkte
(die so genannte Akupressur), um gute Erfolge zu erzielen. Dies hat
auch den Vorteil, dass sie von den Eltern erlernt und zuhause
durchgeführt werden kann.
Die Erfahrung zeigt, dass eine frühzeitige Behandlung häufige Rückfälle bzw. einen chronischen Verlauf der Erkrankung verhindern kann.